Schlagwort-Archive: Deutschland

Der obligatorische Spargel-Artikel

Sie kommt so verlässlich wie Weihnachten: die Spargelsaison. Und mit ihr eine kleine Ausgabe der typischen Rezept-, Restaurant- und Weinbegleitungsartikel. Bei uns gibt es seit zwei Jahren keinen weißen Spargel aus dem Kochtopf mehr – dafür ist er viel zu schade.

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Weinrallye#22: Ein durchsichtiges Manöver

Logo Weinrallye

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So läuft das manchmal: War ich vor wenigen Wochen noch ebenso erfreut wie ambitioniert, was das Thema der heutigen Weinrallye anbelangt, so muss ich der fehlenden Zeit für Recherche, Aufbereitung und Verarbeitung nun doch Tribut zollen. Aber für eine kurze Äußerung soll es reichen, die ebenso ablenkt von fehlender Vorbereitung wie hinführt zu einer klaren Meinung zu einer vollkommen transparenten Angelegenheit:

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Weinrallye#21: Aus einer verzagten Flasche dringt nie ein fröhlicher Furz

Logo Weinrallye

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Bordeaux-Freunde, die nicht gerade zu den besonders Vermögenden zählen, halten sich oft an die Parole „Kleines Jahr, großer Erzeuger – großes Jahr, kleiner Erzeuger“, um eine gewisse Ausgewogenheit von Preis und Genuss herzustellen. An der Mosel (und generell in Deutschland) gibt es derartige Notwendigkeiten, monetär gesehen, nicht unbedingt; das Preisgefüge wird vom Jahrgang deutlich weniger beeinflusst. Ein sicheres Koordinatensystem wird aber auch nicht unbedingt durch die Lagen vermittelt.

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Die Nacht der Currywurst

Ist das der „Dittsche“-Effekt? Oder das gastronomische Gegenstück zu Bürgerjournalismus, Webzwonull, (Hierbittebeliebigesbuzzwordeinsetzen)? Gar die Reproletarisierung der Kulinarik im Zeichen der Wirtschaftskrise? Wie auch immer – Imbisskost wird nicht nur stumpf konsumiert, sondern auch besprochen. Nachdem ich hier ja schon reichlich auf dicke Hose gemacht und damit arglose Gastronomen in der Kurpfalz verängstigt habe, ging ich nunmehr das Risiko der kulinarischen Fallhöhe leichtfertig ein und sah mir heute Abend mal drei Spielarten der Currywurst-Vermarktung made in Hamburg an. Das wichtigste Ergebnis vorab: Alle Körperfunktionen sind nach wie vor im Normalbereich.

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Ziele – setzen oder stellen?

Durch einen sächsischen Arbeitskollegen stieß ich erstmals auf den Begriff „Zielstellung“. Ich kannte bis dahin nur die „Zielsetzung“. In der Recherche fand ich einen bemerkenswerten (leider nicht näher erläuterten) Tabelleneintrag in der Wikipedia. Weiterlesen

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Warum ich „Rach, der Restauranttester“ durchaus schätze

Christian Rach ist eloquent und besitzt Unterhaltungswert, ohne sich beim Publikum anzubiedern. Er findet klare Worte zu den Gastronomen, die er besucht, ohne sie vorzuführen oder über Gebühr krawallig aufzutreten. Ganz wesentlich finde ich aber eine Qualität, die er vermittelt: Weiterlesen

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Gaststätten als Zielgruppen-Ghettos?

„Kinderwagen müssen leider draußen bleiben“, titelt etwas melodramatisch das „Hamburger Abendblatt“.
Es geht dabei um den Umgang zwischen Gastwirten und Eltern bzw. Müttern mit Babys und Kleinkindern. Diese eher impressionistischen Annäherungen bieten ja selten eine gründliche Ausleuchtung des Themas. Die genannten Aspekte genügen jedoch, um eine betrübliche Grundtendenz zu erkennen, bei der man sich gar nicht lange mit einer so bekannten wie öden Frontstellung „Kinderfeindlichkeit“ vs. „schlechte Erziehung“ aufhalten muss. Weiterlesen

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Auf der Suche nach dem eigenen Koordinatensystem

An anderer Stelle beteilige ich mich gerade an einer Diskussion über eine Restaurantkritik, die leider schon dadurch auffällt, dass sie dem besprochenen Restaurant eine recht schlechte Beurteilung zuteil werden lässt. „Leider“ deshalb, weil Lob oder komplette Neutralität in Restaurantkritiken nach wie vor die Regel darstellen und konstruktiver Umgang mit Kritik bei vielen Köchen und Restaurateuren offenbar nach wie vor nicht zum beruflichen Selbstverständnis gehört. An dem Ansatz der kritisierten Kritiker finde ich aber etwas ganz Anderes spannend. Weiterlesen

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Meine Lieblingsrestaurants

Restaurant-Rankings kennt jeder. Und wer ein Faible für die Gourmetküche hegt und auch schon das eine oder andere entsprechende Etablissement aufgesucht hat, wird möglicherweise seine ganz eigene Hitliste führen. Als Reihung mit umfassendem Gültigkeitsanspruch finde ich das schwierig. Hier daher ein Versuch, meine Top-Restaurants durch das zu charakterisieren, was sie meiner Meinung nach besonders auszeichnet:

  • Kreativste Küche: Vendôme, Bergisch Gladbach (J. Wissler)
  • Souveränste Küche: Schwarzwaldstube, Baiersbronn (H. Wohlfahrt)
  • Größter Unterhaltungswert: Amador, Langen (J. Amador)
  • Präziseste Küche: Sonnora, Dreis (J. Thieltges)
  • Höchster Wohlfühlfaktor: Steinheuers, Bad Neuenahr (H. S. Steinheuer/G. Steinheuer)
  • Weltstädtischstes Flair: ex Aequo – Haerlin, Hamburg (C. Rüffer/H. Hoppenstedt) / Margaux, Berlin (M. Hoffmann)
  • Coup de Coeur: Küchenwerkstatt, Hamburg (G. Zogbaum/A. Gnade)

In Klammern jeweils die Chefköche und ggf. auch Serviceverantwortliche, wenn sie in meinen Augen für die Wertung in hohem Maße mit verantwortlich sind.

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Der „Oscar“ als Standortfrage

Immer wenn die Nominierungen für den “Oscar” anstehen, beginnt in der deutschen Presse das große Fiebern, ob es denn der filmwirtschaftlicherseits favorisierte Streifen des vergangenen Jahres in die Auswahl geschafft hat. Ist dies der Fall, wird erstens das Fiebern bis zur Preisverleihung verlängert und zweitens der erste kollektive Triumphschrei über den Erfolg angestimmt. Gleichzeitig erfolgt in der Presse (irgendwo zwischen Feuilleton/Kulturteil und Vermischtem/Panorama/Aus aller Welt) der große Schulterschluss im Sinne von „Daumen drücken für xxx“, verbunden mit einer Liste bisheriger Siegerfilme etc. Und da komme ich einfach nicht ganz mit. Weiterlesen

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